„4000 Ohmen oder 8000 Eimer."
„Brav gerechnet, mein Töchterchen!" sagte der Freiherr, daS Kind streichelnd; „an Dir ist ein tüchtiger Kaufmann verloren."
„Laß sehen, ob Du eine eben so gute Tänzerin als Rechcnmei- sterin bist," sagte Earl seine Schwester mit sich auf die Gallerie deS liegenden Fasses ziehend, und eine Galoppe mit ihr versuchend. „Hier können ja wenigstens 12 bis 16 Paare tanzen! Es wäre doch ganz allerliebst, wenn der Papa uns einen kleinen Ball auf dem Heidelberger Faß gäbe! Seil vorigen Winter, wo wir bei dem gestrengen Herrn Tanzmeister aus der Residenz tanzen gelernt, ist mir die Lust, meine Künste zu zeigen noch nie so stark angewandelt, als heute in diesen merkwürdigen Ballsaal."
„Und doch wirst Du Deine Lust bezähmen müssen, bis wir wieder nach Fahrenbach zurückgekehrt sind," entgegnete der Vater lachend: „denn schwerlich möchte sich Dir hierzu früher eine passende Gelegenheit bieten."
„Was stellt das Faß eigentlich vor?" fragte Theodor, der es unterdessen von allen Seiten genau besehen und über dessen Ursprung nachgedacht hatte.
„Ein Symbol des Ueberflusses der Pfalz," erklärte der Vater, „doch ist es seit seiner Entstehung nur drei Mal gefüllt gewesen, zuletzt im Jahre 1766."
„Und wen stellt diese groteske Figur neben dem Faß vor?" fragte Carl.
„Einen churfürstlichen Hofnarren, der täglich 17 Kannen oder Maaß Wein trank."
Seitwärts steht eine Uhr von der Erfindung dieses Spaßmachers. Wenn man an eine Schnur zieht, fährt ein staubiger Fuchsschwanz heraus und den Vorwitzigen über das Gesicht. Mariechen versuchte das Manövre und mußte sich von ihren Brudern tüchtig auslachen lassen.

