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Am folgenden Morgen brach der Freiherr sehr früh mit den Seinigen auf, nachdem er Marien zuvor gebeten, sich ernstlich zu prüfen, ob ihre Kräfte der weiten Fußtour gewachsen, indem der Weg zu steil und unbequem zum Fahren sei. Von jeher eine rüstige Fußgängern! hatte sich die kleine Person in der letzten Zeit vor ihrer Abreise noch mehr in der Kunst den eigenen Beinen zu vertrauen geübt, und setzte jetzt dem väterlichen Zweifel an ihre Gehfähigkcit einen flehenden Blick, und die Versicherung, gewiß nicht liegen zu bleiben, entgegen. Der Himmel hatte sich ganz aufgeklart und ver- hieß einen schönen, hellen Tag. Ein mitgenommener Führer gelei­tete die Wandernden zuerst durch die am Abend vorher besuchten Anlagen über den sogenannten Champignonsbcrg, dann durch ein anmuthiges kleines Thal zum Hochstädter Brunnen, von da durch einen dichten Laubwald den Berg hinan zur herrlichen Ruine, der uralten, im 30jährigen Krieg von den Franzosen zerstörten Burg Auerbach. Sie gehört zu den schönsten Ueberbleibseln des Alter­thums, an denen diese Gegend so reich ist, und nimmt sich mit ih­ren dunkeln Mauern und gewaltigen Thürmen, von mächtig großen Epheu umschlungen, sehr malerisch aus. Von der hohen Ringmauer, der Zinne des Thurms und den Bogenfenstern hat man eine weite Aussicht auf den Odenwald, den Spessart, die Pfalz und die ganze vom Rhein durchströmte reiche Ebene, bis zu den fernen Vogesen, den Taunus und den Donncrsberg. Zu seinen Füßen sieht man die Bergstraße wie ein blühendes Paradies, rechts und links freundliche Dörfer und Städtchen, Weinberge und Bcrgruinen. Hier findet auch der Mineralog eine reiche Ausbeute; besonders interessant sind die Kalkbrüche, bestehend aus weißen, großkörnigen, ganz marmor- ähnlichen Kalk der Urzeit. Herr Möller und Theodor, ein Paar lei­denschaftliche Mineralogen, oder Steinnarren wie Maricchen sich ein Mal unterfangen sie in ihrem Eifer zu nennen, als chcide auf