als sie, nachdem er ihnen vorgestellt, daß der herrliche Rhemgau, besonders zum ersten Mal gesehen, sich nicht zum flüchtigen Vorüber- fahren eigene, daß ihnen unendlich viel Schönes aus diese Weise ver­loren gehen werde, dennoch bei ihrem ersten Ausspruch: je eher, je lieber! blieben, wurden die Platze auf dem Dampfschiff bestellt, doch nur bis Bingen, um nicht gar zu viel Sehenswerthes zu versäumen.

Der große Moment der Abfahrt war endlich gekommen. Aus Wesorgniß, die Zeit zu verschlafen, hatte Mariechen den größten Theil der Nacht in einem sieberahnlichcn Zustand zugebracht. Sie wußte freilich nicht, oder hatte sich mit dieser Weisung nicht beruhi­gen lassen, daß dem Hausknecht in allen Gasthöfen als strenge Pflicht aufgelegt ist, des Morgens an den Thüren sämmtlicher Gäste so lange und unbarmherzig zu pochen, oder vielmehr zu donnern, bis selbst der festeste Schläfer erwacht ist. Schon früher als nöthig wird das Haus mit seinen Bewohnern in Bewegung gesetzt; und diejeni­gen unglücklichen Reisenden, welche nickt gesonnen sind, die Dampf­schifffahrt mitzumachen, können nur den Gedanken an ein nochmali­ges Einschlafen aufgeben: denn der Spektakel dauert fort, bis der letzte Gast mit seiner Bagage abgezogen ist.

Jetzt hatte der Träger den Koffer aufgeladen, und schritt vor­angehend dem Strome zu. Niemand frägt hier nach Zahl und Ge­wicht der Pakete; wenn nur alles ordentlich bezeichnet ist, kömmt es mit fort. In Folge des gestrigen Regens lag noch ein dünner Ne­bel auf der ganzen Landschaft; bis aber die ziemlich große Gesell­schaft sich nebst ihren unzähligen Koffern, Kisten und Schachteln auf dem Schiff eingerichtet, war der leichte Duft verschwunden und nun konnten die Kinder erst das merkwürdige Fahrzeug ordentlich in Au- I. 4

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stohlene Thränen zu zeigen. Da beschloß der kluge Vater, ihnen den stillschweigenden Widerspruch, die Unart des Murrens für die Zu­kunft zu benehmen, sie durch Schaden klug werden zu lassen. Und