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den konnte, und bald saß Alles. Doch nicht gleich fest: denn die beiden Mädchen, die im Eifer, nur recht schnell reisefertig zu sein, in der größten Hast aufgestiegen waren, sielen alsbald, ohne sich ein Leids zu thun, vorn wieder über. Ein lautes Gelächter der übrigen Gesellschaft begleitete diesen komischen Fall; doch keineswegs dadurch abgeschreckt, sprangen die jungen Reiterinnen behend wieder in die Höhe, und ließen sich nun von ihren Führern den richtigen Platz anweisen. Paarweis ritt jetzt die Caravane den Berg hinauf, lachend und scherzend über die verschiedenen Draperien und Gewohnheiten der Esel , von denen manche als arge Stößer bekannt, manche wegen ihres ruhigen, sanften Gangs berühmt, wieder andere als Faulpelze berüchtigt waren. Nicht überall sind die armen Esel so gering geachtet und gemißbraucht als bei uns, hauptsächlich in den Mühlen, trotz dem, daß sie wegen ihrer ungewöhnlichen Stärke im Rücken, dort gerade am nützlichsten und unentbehrlichsten sind. Kein anderes Thier ist so wohlfeil zu unterhalten, und in Ermangelung von etwas Besserem läßt es sich mit dornigem Gesträuch und Disteln abfüttern. Im Süden, in gebirgigen Gegenden, wo der Esel bessere Nahrung bekömmt, wird auch seine Gestalt größer und edler, sein Muth lebendiger. Dort wird er auch nicht verachtet, macht vielmehr oft den ganzen Reichthum des Armen, seine einzige Nahrungsquelle aus. Der Reisende erkennt dankbar seine Dienste, wenn er ihn über die hohen Fclsenklüste in den Alpen und Pyrenäen trägt; ja schon am Rhein und in den Bädern zu Ems und Wiesbaden ist er mit seinem sichern Gang eine sehr angenehme Erscheinung. — Theodor und Carl hatten ein Paar renomirte Stößer bekommen, die ihnen manchen Schmerz verursachten, den sie jedoch männlich ertrugen und sich nichts merken ließen, wohlwissend, daß die Mädchen dann ihrerseits das Lachen nicht minder gespart hätten, als sie bei ihrem Fall. Auch Frau von G., die Mutter der kleinen, vom Esel

