einem Garten gezogen, wollte ich vor ein Paar Tagen dem gnä­digen Herrn überbringen, das gnädige Junkerchcn saß aber vor der Thüre und nahm sie mir ab." Der Bauer war sehr erschrocken als er vernahm, daß das Junkerchcn ein Affe und kein Mensch ge­wesen, und in Zukunft ließ er seine Erstlinge nie wieder durch eines Bedienten Hand an die rechte Behörde gelangen.

109

eines Affen, den ein Jesuit, Pater Hardoin, als unbezweifelt auf­stellt, ist folgender. Er berichtet, Kaiser Carl V. habe einen Affen gehabt, mit dem er öfterer Schach gespielt. Einst als er so glück­lich gewesen, den Kaiser matt zu setzen, sei dieser derob so erzürnt geworden, daß er seinem Gegner eine derbe Ohrfeige gegeben, wor­auf sich der Affe lange geweigert, wieder mit seinem Herrn zu spie­len. Als er sich jedoch nach geraumer Zeit wieder dazu bequemt, und abermals im Begriff gestanden, den Kaiser matt zu machen, habe er vor dem entscheidenden Zug seinen Kopf mit einem nahe liegenden Kissen bedeckt, um sich im Voraus gegen den kaiserlichen Zorn zu schützen, über welche Vorsichtsmaßregel sein hoher Gebieter beinah vor Lachen gestorben. Am Meisten belustigte die Kinder die bekannte Erzählung von dem Affen, der von seinem Herrn in eine Jvkeislivree gesteckt, vor der Pforte des Schlosses gesessen, als ein Bauer in tiefster Devotion die ersten Früchte seines Gartens dem Gutsherrn überbringen wollte. Der vermeintliche Jokei nahm ihm das Körbchen mit vielen Grimassen, ohne ein Wort zu sagen ab, und verzehrte den Inhalt mit der größten Behaglichkeit. Als nun der Bauer nach einiger Zeit seinem gnädigen Herrn begegnete, und dieser sich nach der dicßjahrigen Obsterndte erkundigte, erwiederte der schlichte Landmann:die ersten Pfirsiche und Weintrauben, die ich in

Carl verspottete seine Schwester, die sich von dem großen Hau­fen der gemeinen Affen nicht trennen konnte, und immer neue Lächer­lichkeiten, aber auch immer neue Aehnlichkeiten mit diesen und jenen