einem unermeßlichen Kriegsheer in diese Gegend gekommen fet, der ein Bündniß mit bösen Geistern geschloffen, ihnen einen Tempel ge­baut und Menschenopfer dargebracht habe. Stark geworden durch den Beistand dieser bösen Geister, sei er Herr des Rheins geblieben, bis zur Ankunft der ersten christlichen Priester, denen er selbst mit Hülfe des höllischen Freundes nicht zu widerstehen im Stande ge­wesen. Da nun der abtrünnige Iulianus (der deshalb den Beina­men Apostat» erhielt) wirklich hier mit seinen Legionen gelagert, ist das Mährchen leicht zu erklären. Die Römer nannten den Berg mons iovis und ein altrömischer, dem Aeskulap *) geweihter, im

) AeSkutap, Gott der Heilkunde.

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ihre Entstehung dem letzten Churfürsten, und dessen Liebe zur Pracht und Eleganz. In den Gasthöfen pflegte er mit seinem Hofstaat ei­nige Soininermonate zuzubringen. Späterhin verschenkte er sie an zwei alte Diener, mit der Weisung, ihnen die jetzige Einrichtung zu geben und dem Publikum zugänglich zu machen. ( Die Lilla diente zu Festen und Ballen, und in einem der Landhäuser wurden kleine Comödicn aufgeführt.

Der schöne Abend mußte benutzt werden, das alte Godesberger Schloß zu besuchen, und einige neue Bekannte schloffen sich hierzu gern der Familie des Freiherrn an. Ein romantischer Fußpfad führt von der Seite des Sauerbrunnens so allmählig zur Ruine, daß man kaum zu steigen meint; ein kürzerer, aber weit steilerer, )um Theil gepflasterter Weg geht vom Dorf herauf und dient zum Kirch­gang in die kleine, etwas unterhalb der Ruine stehende Capelle. Die Trümmer der Burg beurkunden deutlich ihren römischen Ur­sprung und werden für Üebcrbleibsel eines, von Kaiser Julianus er­bauten Castells gehalten, was auch aus der Volkssage hervorgeht. Diese erzählt nämlich: daß in grauer Vorzeit ein fremder König mit