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sie, wie auch das Ochscnhorn, in der Brömscrburg zum ewigen An­denken aufzubewahren wünschte.

Die Kirchen wurden wie gewöhnlich zuerst besehen, und um sich wenigstens vor dem einen, bei diesen Besichtigungen sie stets überfallendem Uebel zu sichern, nämlich vor dem Hunger, hatte Marie ein Stück Weißbrod in ihren Strickbeutel gesteckt. Im In­nern der Cathedrale steht die große bronzene Statue der Kaiserin Helena, nebst zwei wohlausgeführten Basreliefs in weißen Marmor, Geburt und Taufe des Heilands vorstellend. Die neue Pfarrkirche zum heiligen Rcmigius besitzt ein sehr schönes Altarblatt. Außerdem existiren noch zwei andere Kirchen, St. Paulus und St. Gan- golph, die jedoch so wenig Merkwürdigkeiten enthielten, daß der Besuch in denselben sehr abgekürzt wurde, und Maricchen den Vor­theil hatte, ihren mitgenommenen Proviant unberührt zurück zu brin­gen. Weit größeres Vergnügen gewahrte ihr der Anblick des schö­nen Universitätsgebäudes, des ehemaligen churfürstlichen Palastes. Es steht auf einer Anhöhe, die Vorderseite nach dem Rhein zuge­kehrt, umgeben von angenehmen Spaziergängen mit Cascade» und hohen Laubgangcn. Auch die Anlagen des sogenannten englischen Gartens sind sehr hübsch und besonders hat man vom alten Zoll, einer ehemaligen französischen Bastion *) am Rhein, eine herrliche Aussicht über den Fluß und nach dem Sicbcngebirge.

Da dem Freiherrn auf seine Erkundigung über die beste Zeit, das Innere des Universitätsgebäudes zu sehen, eine frühe Morgen­stunde genannt worden war, wurde der' Nachmittag angewendet, Poppelsdorf zu besuchen. Nur eine Viertelstunde von Bonn ent­fernt, führt eine Allee von alten, hohen Castanienbaumen aus dem

*) Bastton, Bollwerk.