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anderer schöner Spaziergang ist Belvedcre, noch vorn Herzog Alba angelegt. Bon der obersten Terrasse genießt man eine weite, herr­liche Aussicht, überschaut mit einem Blick die Vsscl *), die Maas, den Nbein, die Waal und die staubigen Landstraßen, welche sich wie weiße Schlangen zwischen den mit silbernen Bächen durchschnit­tenen Wiesen hinziehen.

Die Straßen der Stadt sind so enge, daß sich selten zwei Wa­gen darin ausweichen können, dabei ziemlich öde und menschenleer. Eine auffallende Sonderbarkeit belustigte die Kinder sehr, und machte ihnen das Wandern in den Straßen höchst amüsant; nämlich die Schilder der Materialisten und Gewürzkramcr, die insgesammt aus mehr oder weniger mißgestalteten Brustbildern bestanden, deren Köpfe theils mit einem Turban, theils mit einer wollneN Mütze bedeckt waren, und welche die Zunge mit schrecklichen Grimassen den Vor­übergehenden heraUsstrcckten. Mariechcn fand diese Art, die Käufer anzulocken, höchst possierlich; sie konnte sich nicht satt an den Fratzen sehen, und gab den ehrbaren Bewohnern der Stadt Nymwegen durch ihr nie versiegendes Gelächter häufig Veranlassung zu mißbil­ligenden Kopfschüttcln. Ein anderes Vergnügen gewahrte unfern jungen Reisenden die Einrichtung aus der Mitte der Stube, ver­möge einiger an den Fenstern angebrachten, nach der Straße zu ge­neigten Spiegel, die Vorübergehenden zu beobachten, ohne von die­sen bemerkt zu werden. Am Theetisch sitzend, den die guten Hol­länder eigentlich den ganzen Tag nicht verlassen, nur dann und wann ein Mal von demselben aufstehen, können sie ohne ihren Stuhl zu rücken, alle Bewegungen auf der Straße beobachten, ohne selbst ge­sehen zu werden; und in keinem Lande findet man, selbst bei den

*) Assel, Fluß in Holland, eine Abtheilung des nördlichen Arms des RhernS,