; *) Gerard Dow, in London geboren, Schüler RembrandtS.

**) Schilt, in Obcrschlesien geboren, preußischer Offizier, FreicvrpS führte und im Jahre 1809 bei Stralsund fiel.

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Don Harlcm fährt man auf der Treckschuyt in vier Stunden nach Leyden. Diese Stadt ist nach Amsterdam die größte in Hol­land, thcilwcis gut gebaut, mit breiten, schönen Straßen, 3000 Häusern und 28,600 Einwohnern. Die berühmte Universität ward 1575 von Wilhelm von Oranien gestiftet; sie besitzt eine 40,000 Bände starke Bibliothek, einen botanischen Garten, eine Naturalien- sammlung, ein Museum mit ägyptischen Antiken, Mumien u. s. w., ist aber nicht reich an Studenten. Sie hat mehrere Epochen des Glanzes erlebt, gewährt jedoch auch ohne dieselbe den Anblick einer freundlichen, wohlhabenden Stadt. Früher hatte sie sehr berühmte Professoren, zeichnet sich auch als Geburtsort zweier berühmter Ma­ler, RembrandtS und Gcrard Dows *) aus. Die Kinder trugen großes Verlangen, Schills *+) Kopf zu sehen, der von Stralsund durch holländische Truppen nach Leyden gebracht, und daselbst in einer Spirilusflasche unter Mißgeburten aus der Anatomie aufbe­wahrt wurde. Aber er war nicht mehr zu finden, plötzlich ver­schwunden; wahrscheinlich von einem Menschenfreund gestohlen wor­den, dem diese barbarische Entweihung empört hatte. Das reiche Naturaliencabinet, letztes Ueberblcibsel ehemaliger Größe, konnte aber an diesem Tage nicht gesehen werden; und da der Freiherr deshalb nicht langer in Leyden bleiben wollte, mußten sich die Kinder mit der Beschreibung begnügen. Dafür ward ihnen aber eine andere unerwartete Freude, die sie sich nicht vermuthet.

Es befand sich nämlich in Leyden gerade eine Sciltänzergesell- schaft, die obgleich nicht ersten Ranges, doch nach den herumreitenden Individuen, dem großen Personal, den Pferden und eleganten An-