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vergangener Jahrhunderte. Ein stummer Händedruck bewies dem Freihcrrn, daß er seine Gunst an keinen Undankbaren verschwendet hatte.

Das Haager Gehölz gehört zu den berühmtesten Spaziergangcn m Hvlland, weil man eine Viertelstunde unter Bäumen wandelt. Es enthalt, wie auch das harlemer Holz, viel Rehe und Damm- hirsche, hübsche Anlagen, schöne Banke, Brücken, Teiche, Schwäne, und die schöne Welt ist darin zu erblicken, zu Wagen, zu Fuß und zu Pferde. Unsern Reisenden ward das Gluck zu Theil, zwei Sterne erster Größe darin leuchten zu sehen, nämlich den Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar und die weltberühmte Sängerin, Henriette Sontag, jetzige Gräfin Rossi. Leider mußten sie sich mit dem Se­hen begnügen, da sie seit ihrer Verheiratung die Nachtigallenkehle nur selten zum Gesang eröffnet, und dem größern Publikum in öffentlichen Concerten nichts mehr zu hören gibt.

Auf einem mit Klinkern gepflasterten, von schönen Buchen be­schatteten Weg, geht es längs den Dünen zu dem eine halbe Stunde vom Haag entfernten Fischerdorf und Seebad Scheveningen oder Schevelingen an der Nordsee. Die Chronik berichtet: Die eine Hälfte des Dorfes sei zu Ende des 16 ten Jahrhunderts durch eine mächtige Fluth abgerissen, und eine Beute des Meeres geworden. Der ganze Ort riecht nach der See und nach getrockneten Fischen. Die daselbst lebenden 2800 Einwohner erhalten sich einzig vom Fischfang; die Männer sind starke, kräftige Naturen, gleich den neapolitanischen Schiffern; die Weiber meistens häßlich. Wenn sie nicht fischen, lie­gen sie unter einem hölzernen Dach am Strande, gähnend, schla­fend, rauchend, singend und sich zur Abwechslung auch ein Mal balgend. Der Fischfang ist sehr bedeutend. Das Dorf besteht aus kleinen, zierlichen Häusern von rothen Backsteinen, mit hellen, blan­ken Fenstern, und einigen großen Gebäuden am Strand, worunter das Lusthaus der Königin und das Badehaus, letzteres ein wahrer i. 10