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eine Malerakademie und ein Seearsenal *). Napoleon hat sehr viel zu ihrer Verschönerung beigetragen; ihm verdankt sie unter andern die herrlichen Schiffswerfte, die beiden schönen, 15 Millionen Franken kostenden Bassins u. d. m. Die Citadelle, eine der größten, stärksten und festesten liegt jetzt als Ruine da.
Nachdem die Reisenden einige Zimmer in einem vortrefflichen Gasthof für mehrere Lage in Beschlag genommen, und sich häuslich darin eingerichtet hatten, wurde noch ein Gang durch die Stadt gemacht, während Bonifaz einen Landsmann aufzusuchen ging, von dem er hoffte, daß er ihnen in den nächsten Tagen als Führer dienen würde.
Mit dem, der heiligen Jungfrau geweihten Dom, gewöhnlich nur Notre dame genannt, wurde am andern Morgen der Anfang gemacht, und Bonifaz hatte wirklich seinen Freund, einen muntern Architekten als Begleiter in Kirchen und Gallerien geworben. Seit Cöln waren die Kwchenbesichtigungen viel sparsamer erfolgt, so daß sich sogar Mariechen auf die heutige Wanderung freute, vorzüglich da ihr verheißen worden, daß sie den hohen, schlanken Thurm, der noch einige Fuß höher als das Straßburger Münster, besteigen sollte. Die Legende erzählt: Vor vielen hundert Jahren sei das in dieser Kirche aufgestellte, wunderbare Marienbild zu Fuß über die Scheide ' gegangen, sich an dieser Stelle anzusiedeln, weshalb ihm zu Ehren die Kirche erbaut worden sei. Die Mutter Gottes steht köstlich angethan in Seide, Gold und Silber, und es gibt der andächtigen Seelen genug in Antwerpen, die dieser Sage vollen Glauben bei- mcffen. Das Innere der Kirche entspricht dem edlen, imposanten Aeußern; die reinste Harmonie in allen Verhältnissen, überall Pracht,
») Seearsenal: Arsenal, so viel wie Zeughaus; Seearsenal enthalt alles, was zur Ausrüstung von Kriegsschiffen nöthig ist.
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