39* Geschwisterliche.
Henriettc hatte von ihrer Mutter zwei sehr schone Aepfel geschenkt bekommen. Es war zur Fastnachtzeit, und also die Aepfel sehr selten »nd theuer. Auguste und Ernst baten die Mutter, ihnen auch ein solch Acpfelchen ju schenken. Die Mutter hatte keine mehr. Beide waren deshalb etwas traurig.
Jettchen bedauerte ihr Geschwister, und fragte, ob denn die Mutter nicht ein einziges Acpfelchen mehr-habe? Nein. „Da wollt ihr wohl meine Aepsel haben?" Ja wohl, sagte Ernst lächelnd. „Ich gebe sie euch," sagte wehmüthig die kleine Henriettc. Nein, liebe Seele, sagten Beide, behalte deine Aepfel. Wir wollten »nr sehen, rb du uns recht lieb hättest. „Einen müßt ihr aber behalten." Ernst und Auguste weigerten sich ; aber die Mutter, welche dazu kam, sagte; Nehmt einen von ihr an, und theilt ihn.
Nach einem Weilchen holte Auguste ihre große, ganz neu gekleidete Puppe. „Ach, dies ist ja deine Mimi," rief freudig Jettchen, „borge sie mir, ich will ein Stündchen mit ihr spielen." Ich darf sie nicht verborgen, denn sie ist nicht mehr die meine. „Wem ist sie denn, sie war ja sonst dein?" Dein, dein ist sie, liebe Schwester.
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liebreich gegen sie 2 u seyn.
Denn ein mürrisches Betragen kann den Menschen nie behagen, nimmt der Andern Herz nicht ein!

