Bewohner Asiens. Svjvten, Ostjakc». 1 »

deren Sprache sie eine Mundart reden, und mit welchen sie in Gestalt und Lebensweise Aehnlichkeit haben. Einige von den nördlicher wohnenden halten Rennthiere; alle aber besitzen Hunde.

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bewohnen einen großen Theil des westlichen Ssibiriens, obgleich ihre Zahl nur r7,oov Köpfe stark ist. Diejenigen von ihnen, welche in der Nahe des Obi wohnen, haben mit den Finnen gleiche Abkunft. Sie sind klein und schwach, haben ein plattes, wenig sagendes Gesicht, gelbe, in's Röthliche übergehende Haare, und zeichnen sich durch dünne Beine aus. Sie sind furchtsam, gutherzig und so überaus ehrlich, das; die Russen sich darüber verwundern und sie beloben. Diebstahl ist bei ihnen ganz unbekannt, und stets halten sie ihr gegebenes Versprechen. Kommen sie mit Russen in Streit, welcher durch das Gericht entschieden werden muß, so wird noch jetzt immer ein Bärenkopf in die Gerichtsstube gebracht und der Bar, welcher von den Oiijaken für allwissend gehalten wird, zum Zeugen aufge­rufen. Die Schwörenden ahmen die Gebärden des Auffreffens nach und verlangen von dem Bären ebenso zerrissen zu werden, wenn sie nicht die Wahrheit ausgesagt haben. Das gegebene Wort wirkt noch nach dem Tode Dessen, der es versprach. So bezahlt zum Beispiel der Sohn freiwillig die Schulden des verstorbenen Vaters, und es soll öfter vorgekommen seyn, das; Familien nach mehren Menschenaltern, wenn die nöthigen Beweise sich vorfanden, die Verpflichtungen eines ihrer gestorbenen Mitglieder er­füllten. Zur Arbeit haben sie wenig Neigung und verrichten dieselbe nur aus Noth. Beide Geschlechter kleiden sich in Pelzwerk, das am häufigsten von Rennthiere» ist. Beim Unterkleide, welches die Gestalt eines Hemdes hat und bis auf den halben Schenkel reicht, sind die Haare einwärts ge­kehrt; beim Oberkleide, welches bis an die Knie reicht, sind die Haare nach der Außenseite gerichtet, und es ist daran eine Kappe, die mit Hundefell verbrämt ist und über den Kopf gezogen wird. Ist es sehr kalt, so wird hierüber noch ein Pelzkleid getragen. Im Sommer und bei Regenwettcr hat man Kleider von Fischhaut, die bei eintretender Hungersnoth zuweilen gekocht und verzehrt werden. Die Hosen sind ebenfalls entweder aus Fisch­haut oder Rennthierfellen, so wie auch Stiefel und Strümpfe aus den Fellen junger Rennthiere gemacht werden. Das weibliche Geschlecht trägt einen Pelzschlafrock und keine Beinkleider, und pflegt in Gegenwart von

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