Stück dieser Muscheln haben ungefähr den Werth eines engländischen Schillings, und 100 solcher Muscheln sind hinreichend, einen Reisenden mit seinem Pferde einen Tag dafür zu erhalten. Die arabischen Handelsleute nennen diese Muscheln Hueddah, und bei den Bewohnern Senegambiens heißen sie Kar die.
In Bengalen erhält man für einen engländischen Schilling 2.400 Ko w- ries, und dennoch kann man für eine dieser unbedeutenden Münzen noch etwas einhandeln. Die Briten führen jährlich aus Bengalen gegen too Tonnen dieser Muscheln in Guinea ein, von wo sie in das innere Afrika, südwärts vom Niger, gebracht, und zehnfach so hoch verwerthet werden, als in Bengalen.
30 Ö Bewohner Afrika's. Die Fulahs.
als für ihre Gesundheit unentbehrlich halten. Die wenigen Steinsalzbrüche sind Versammlungsorte der Karavanenzüge, die von dort dem Sudan zusteuern und gegen Salz Gold und Sklaven eintauschen. Steinsalztafeln gelten im Sudan wie Goldbarren. In Mandingo kostet eine Salztafel von 2V2 Fuß Länge, 4 Fuß 2 Zoll Breite und 2 Zoll Dicke bis 2 Pfund Sterling. In Dar-Kulla erhält man für 12 Pfund Salz einen männlichen Sklaven von u Jahren.
Im Sudan, südlich vom Senegal nnd Niger, findet man Goldstaub, durch welchen der Handel mit dem Auslande erhalten wird, der aber, je nachdem die Waaren sich anhäufen, nicht immer gleich im Preise ist, weshalb die Kaufleute nnd Handeltreibenden immer kleine Goldwagen bei sich haben, worauf die Menge des Staubes abgewogen wird. Eine dritte Art von Gold bilden die Kawries oder Kauris, kleine Scemuscheln oder Schlangenköpschen, welche von der Ostküste Afrika's in das Innere gebracht werden, und quer durch ganz Afrika gelten. Zweihundert und fünfzig
Bewohner von Senegambien nnd Nordguinea.
Wie Fulahs.
Im Süden des Senegal, zu beiden Seiten der Gambia, wohnen die Fulahs, kein Negervolk, welches in den gebirgigen Gegenden von der Jagd, und in den niedrigeren Landstrichen von Viehzucht und Ackerbau lebt.

