Bewvhner Australiens. Bewvhner der Snndwiehs-J»>eln. 3t3

mer auf Morvkai blieb. Über dieses ist bei den Einwohner» nachfolgende Sage:

Als der alte König Kuinarana auf Morvkai regierte, lebte daselbst ein leidenschaftlicher Spieler, Kaneakama, welcher einmal sein ganzes Vermö­gen, bis auf ein Schwein, welches er Gott versprochen hatte, verlor.

Im Schlafe erschien ihm der Gott im Traume, und ermunterte ihn, am nächsten Tage das Spiel fortzusetzen, und das geweihte Schwein auf einen Theil des Spiels zu wagen, um sicher zu gewinnen.

Kaneakama folgte diesem Rathe, gewann den ganzen Tag über, und opferte am Abende den größten Theil seines Gewinnes dem Götzen. In der Nacht daraus erschien ihm der Götze wieder, befahl ihm, zum Könige zu gehen, und diesem zu sagen, das; man am Morgen an einer gewissen Stelle eine Anzahl Bäume hervorwachsen sehen werde, und das; aus einem dieser Bäume des Götzen Bild gemacht werden solle, das dieser dann bewoh­ne», und welchem er seine Macht mittheilen wollte. Zugleich bestimmte der Götze Kaneakama zu seinem Priester.

Der König befahl darauf, das; Kaneakama eine Anzahl Männer mit sich nehmen, einen der Bäume fällen, und daraus das Götzenbild machen lassen möge.

Kaneakama und seine Gefährten ginge» hierauf in das kleine Thal Karuakoi, wo sie, zu ihrem Erstaunen, eine Anzahl Bäume wahrnahmen, die vorher nicht da gewesen, und in der vorhergegangenen Nacht von dem Götzen hervorgebracht waren.

Tanna und andere Götter hatten in diesen Bäumen ihren Sitz genom­men, und bezeichneten den Baum, welcher gefällt werden müßte.

Beim Abhauen des Baumes flogen Einigen Spähn« auf den Leib, worauf sie sogleich starben. Da hatten die Übrigen keine Lust weiter fort* zuarbeiten, wurden aber von Kaneakama aufgemuntert» und angespornt, bedeckten dann ihren Körper und ihr Gesicht so, das; nur eine kleine Öff­nung blieb, um durch dieselbe sehen zu können, und fuhren dann im Fäl­len fort.

Sie hieben den Baum dann nicht mit ihren Äxten, sondern mit ihren langen Degen ab, woher das Bild Karai-pahoa (das heißt das mit dem Degen geschnittene) genannt wurde.

Nächst den Göttern der feuerspeienden Berge fürchtete das Volk Karai- pahoa am meisten, und hielt alle an Gift Gestorbenen für von ihm Getödtete.

Bei seinem Besuche dieses Landes unterhielt sich W. Ellis, nach dem Mittagessen, mit einem Gouverneur über religiöse Gegenstände. Der