344 Bewohner Australiens. Bewohner der SandwichS-Jnscln.

Gouverneur sprach vorzüglich über die Auferstehung des Körpers, über die Zerstörung von Himmel und Erde am letzten Tage, und über das letzte Gericht, nachdem er vorher den Europäern aufmerksam zugehört hatte, und erkundigte sich, zuletzt, nach der Beschaffenheit vonHimmel und Hölle. Ellis sagte ihm, daß er selbst nicht wisse, wo Himmel und Hölle läge», indem noch keiner, der dort gewesen, wieder zurückgekommen sei, daß es ihm aber bekannt sei, daß es einen Ort gebe, welcher Himmel genannt würde, an welchem Gott seine Vollkommenheiten offenbare, und wo alle guten Menschen vollkommen glücklich sei» würden, und daß an einem andern Orte, der Hölle, die Bösen in Finsterniß endlose Qualen zu leiden hätten. Mit solchen leeren Ausreden wollte sich der Gonverneur nicht begnügen, sondern wollte der Sache auf den Grund kviumen, und erfahren, woher Ellis und seine Genossen dieß wüßten?

Ellis verlangte hierauf die Bibel des Gouverneurs, und übersetzte ihm aus derselben die Stelle von der Auferstehung, und Einiges Andere, und sagte idm, daß dieses das Buch sei, woraus die Kristen alle ihre Religions­kenntnisse hätten, und daß er und seine Gefährten gekommen seien, um das Volk von Oahi mit dem Inhalte dieses Buches bekannt zu machen.

Darauf frug der Gouverneur, ob alle Menschen in Europa die Bibel kennten? Die Antwort, baß die ausgedehnten Unterrichtsanstalten Euro- pa's den größer» Theil der Bewohner in den Stand setzen, die Bibel zu lesen, und mit ihrem Hauptinhalte bekannt zu werden, veranlaßte eine neue Frage des Gouverneurs.

Wie kömmt es denn, frug der Gouverneur, daß so viele Menschen unter euch schwören, sich betrinken, und so manches Andere thun, was in dem Buche verboten ist?"

Ellis erwiederte hierauf, daß ein großer Unterschied zwischen Kenntniß und Ausübung des Guten sei, und daß solche Leute, welche diese Forde­rungen nicht erfüllten, höchst wahrscheinlich wüßten, daß ihr Betragen Gott mißfällig sei, aber bei ihrer verdorbenen Neigung blieben.

Der Gouverneur meinte dann, ob Gott nicht ärgerlich darüber würde, wenn man ihn so oft, durch oft ganz »»nöthige Gebete bemühe? Ellis erwiederte darauf, Gott sei bereiter zu hören, als die Menschen zu beten, und habe mit den Menschen keine Ähnlichkeit, weil sonst seine Geduld mit der Gottlosigkeit des Menschengeschlechtes längst erschöpft worden wäre. Gott fahre fort gegen die Sünder Langmuth und Nachsicht zu üben, damit sie Zeit hätten umzukehren, und sich zu bessern.