Bewohner Australiens. Bewohner der Gambicrsgrnppe. 367
ausgeartet war, kamen Keulen und Stöcke zum Vorschein, die Frauen zogen sich zurück, worauf die Engländer nach den Booten zurückkehren wollten. Als die Wilden dies merkten, begannen sie den Angriff mit Steinen, von welchen jeder etwa ein Pfund wog, und warfen dieselben so sicher, das, jeder traf, und fast alle Matrosen und Offiziere mehre Quetschungen erhielten. Da der Steinhagel immer dichter wurde, und der Häuptling die Seinigen anfeuerte, sah man sich genöthigt, vorerst einen blinden Schuß zu thun. Als sie hiervon keine Wirkung sahen, wurden sie noch heftiger, so daß man durch einen scharfen Schuß den Häuptling zu Boden streckte. Die Zahl sämmtlicher Einwohner der Osterinsel mag sich auf 1.300 belaufen. Sie haben zum Theil sehr große Hütten, stehen, ihrer vereinzelten Lage wegen, mit der gebildeten Welt fast in keinem Verkehr, und es mag noch lange währen, bis Gesittung bei ihnen Wurzel faßt.
Dewohner der Vamliiersgruppe.
Die Bewohner der Gambiersinseln sind wohlgebaut, und haben im Durchschnitte 5 Fuß 9 Zoll Leibeshöhe. Die meisten von ihnen gehen ganz nackt, einige ältere tragen Marros, und einige Stücke von Bananenblättern um die Hüften, wodurch aber die zu verbergenden Körpertheile den Blicken eben nicht entzogen werden. Sie tättowiren ihre Körper in großer Ausdehnung, und mit außerordentlich viel Geschmack, so daß sie darin die Bewohner aller Südseeinseln, selbst die des Marquesas-Archipels, mit welchen sie viel Aehnlichkeit haben, übertreffen. Sie punktiren den Körper so hübsch, daß ihre ganze Figur dadurch ein netteres Aussehen erhält, so, daß z. B. ihre Taille weit schmäler erscheint, als sie wirklich ist. Von vier- fü ßigen Thieren kennen sie blos Ratten, und waren ganz erstaunt, als sie zwei Hunde sahen. Sie sind außerordentlich diebisch, und man hat sich ungemein in Acht zu nehmen, um nicht von ihnen bestohlcn zu werden, da sie alles gebrauchen können, was sie zu haben »nd fortzuschaffen vermögen. Sie sind, wie alle Bewohner der Südseeinseln, vortreffliche Schwimmer, und haben Katamarans, oder große Flöße mit Segeln und Rudern, mit welchen sie die See befahren.

