372 Bewohner Australiens. Bewohner der Gescsischafts-Jnseln.
Da die Königin eine sehr große Freude am Trommeln hatte, bat sie, daß man ihr auf dem Verdecke etwas vvrtrommeln möge) weil dies aber, bei dem beschränkten Raume des Schiffes, die Gesellschaft belästigt haben würde, schlug man ihr vor, dieser Musik am User unter einigen Bäumen zuzuhören, worauf sich die Gesellschaft an's Land begab. Der arme Trommler wurde so sehr in Anspruch genommen, daß er am Ende ganz erschöpft war. Während er auf und nieder ging und raffelte, versammelte sich eine große Menschenmenge, aus welcher Viele, die ihn vor der dichten Masse nicht sehen konnten, auf die Bäume kletterten, um ihn besser beobachten zu können.
Wenige Tage nach diesem Besuche kamen die Königinnen wieder nach Toaroa, und Beechey lud sie in das, am Ufer aufgeschlagene Zelt ein, um ihnen Geschenke zn machen, und ihnen auch die Geschenke für Aboo- rai, Aimatta und Utamme zu übergeben. Eine hübsche mit Silber verzierte Doppelflinte, etwas Tuch, und andere Gegenstände von Werth, wünschte er dem Könige selbst zu überreichen. Nach dem muthmaßlichen Range der Empfänger richtete er noch andere Pakete ein, und bezeichnete jedes mit dem Namen der Person, welche es erhalten sollte. Die Regentin machte aber alle Pakete auf, nahm aus jedem etwas für sich, raffte alles zusammen, und schickte es in ihr Kano. Dann trank sie mit ihrer Schwester eine halbe Flasche Branntwein, ließ den Rest den übrigen Geschenken nachtragen, und empfahl sich.
An diesem Tage erhielt Beechey eine Einladung, einen Abend im Hause der Regentin, zu Papiete, zuzubringen, welcher sehr romantische Ort etwa eine halbe Stunde vvm Ankerplätze des Schiffes entfernt war. Das Haus der Regentin glich einem großen Schoppen von etwa 100 Schuh Länge und 35 Fuß Breite, hatte eine eiförmige Gestalt und ein Strohdach, das von dünnen, nahe aneinander stehenden Pfosten getragen wurde. Beim Mondscheine entdeckte Beechey mit seinen Gefährten etwa in der Mitte des Schoppens eine kleine Thüre, durch welche sie in einen ganz dunkeln Raum eintraten. Sie tappten lange umher, und stießen ihre Schienbeine häufig an die Bambusstangen, welche die Hausflur in verschiedene Abtheilungen sonderten. In einer solchen Abtheilung sah man, bei dem wenigen Mondscheine, welcher durch die Lücken der Wände einfiel, eine Gesellschaft von gemeinen Leuten (Tootous) beiderlei Geschlechtes. Die Eingeladenen wendeten sich jetzt nach der entgegengesetzten Seite, und gelangten so in den königlichen Salon, welcher durch den düstern gelben Schein einer Lampe ein wenig erhellt wurde. Die Lampe bestand aus einer zerbrochenen

