Körper. Die Kleidung der Tagalerinnen ist sehr einfach, und besteht in einem kurzen Hemdchen von durchsichtigem Zeuge, welches nicht ganz bis zum Nabel reicht, und aus einem sehr weiten Rocke von leichtem Zeuge, der auf den Hüften festsitzt. Gewöhnlich wickelt man ein gestreiftes Tuch über den weiten Rock um den Leib, so daß er fest anliegt, und die ganze Form des Körpers sehen läßt. Wenn die Tagalerinnen der Insel Luzvn in die Kirche gehen, so ziehen sie einen schwarzen Mantel über den Kopf, und verdecken sich das ganze Gesicht damit. Die Hemdchen, welche sie an Festtagen tragen, sind aus Pina H, und schön gestickt, und mit den feinsten Spitzen besetzt. Dieses gelbliche, außerordentlich leichte und durchsichtige Zeug ist doch sehr fest, und kömmt fast nicht durch den Handel nach Europa, weil es schon zu Manila sehr theuer ist. Denn Sonntags, oder wenn sie sich sonst geschmückt haben, tragen auch die Männer ein langes, herabhängendes,
3!>6 Bewohner Australiens. Bewohner der Filippincn.
Streithähne.
Bei den Tagalern ist, wie bei andern Völkern IndienS, die Unterhaltung durch Hahnengefechte sehr beliebt. Fast in jedem Hause werden drei bis vier Kampfhähne gehalten, die Tag und Nacht krähen, sobald sich ein Hahn hören läßt. In der Regel sind diese Thiere in der Küche unter
einer Bank, in geringer Entfernung von einander, und mit einem Fuße
angebunden, so daß sich zwei beständig ansehen, und bei jedem Bischen Futter, welches man dem einen oder dem andern mehr gibt, neidisch auf
einander werden müssen. So stehen die Thiere stundenlang kampflustig
einander gegenüber, und können sich doch nicht erreichen, weil sie zu kurz angebunden sind. Wenn ein Tagaler in seinem Dorfe spazieren geht, so hat er den liebsten seiner Kampfhähne unter dem Arme, und wo sich zwei begegnen, lassen sie ihre Hähne mit einander fechten. Auf Reisen nimmt der Herr oder die Herrin den Hahn mit. Zu Manila ist sogar dicht neben der Promenade ein eigener Zirkus errichtet, in welchem alle Wochen drei Mal öffentliche Hahnenkämpse gehalten werden, wozu Leute aus allen Theilen der Stadt und aus der Umgegend herbei kommen, und ihre Hähne unter dem Arme tragen. Erst wenn die Sonne untergeht, kehren sie nach Hause zurück, und viele tragen ihre todten Thiere in der Hand.
Die Tagaler sind sanfte, liebenswürdige Menschen. Sie haben durchgängig stark aufgeworfene Nasen, lebhafte Augen und sehr schön gebaute
P > na ist ein außerordentlich feines Zeug, das aus den Fasern der Ananasblatker gemacht wird. und viel feiner als die feinste Leinwand ist.

