Bewohner der niederländischen Besitzungen in Australien.
Pewohner von Java, oder P.ja»va.
Java's Bewohner unterscheiden sich nach den verschiedenen Gegenden des Eilandes, und nach den verschiedenen Völkern, von welchen sie abstammen, oder mit denen sie sich vermischt haben, sehr beträchtlich von einander.
Im Allgemeinen ist der Javaer von schönem Körperbau, hat regelmäßigere Gesichtszüge, als der Malaie, und etwas Gutmüthiges, ja zuweilen Zutrauen Einflößendes.
Seine Kleidung besteht aus einem langen Hemde, mit kurzen Ärmeln, weiten Beinkleidern und einem Tuche, das er über die Schultern wirft, oder um den Hals schlingt, oder, als Turban, um den Kopf windet. Bei Vornehmen hat dieses Tuch einen Besatz.
402 Bewohner Australiens. Bewohner von Java.
Die Gastfreundschaft hat sich bei den Tagalern erhalten, und sie theilen ihr Essen gerne mit dem Fremden.
Die Tagaler würden gute Handwerker abgeben, wenn ihre Faulheit die glücklichen natürlichen Anlagen nicht unterdrückte. Die Meisten können ihre Sprache lesen und schreiben. Diese sanfte Sprache klingt dem Ohre angenehm, und ist leicht zu verstehen. Die Religionsbücher, welche die Mönche für zuträglich für die Tagaler erachten, sind in das Tagalische übersetzt.
Die tagalischen Tänze und die Pantomimen, mit welchen sie begleitet werden, sind schwerfällig, und meist ernsten Inhalts.
Musik lieben diese Menschen, und spielen ihre Mandoline oft stundenlang. Da sie die Instrumente der Europäer leicht spielen lernen, hat man die Musikchöre der eingeborenen Truppen mit Tagalern besetzt.
Bei ihrer leidenschaftlichen Liebe zu Zufallsspielen und Wetten entwickeln die Tagaler eine solche Heftigkeit der Leidenschaften, daß man dieselbe ihrer schwerfälligen Figur gar nicht zugetraut hätte.

