und Frau zusammen häufig kaum 20 Jahre alt sind. Jsi der Ehemann 13 bis 14 Jahre alt, so benutzt er sclivn das Recht der Vielweiberei und nimmt eine zweite Frau. Die erste Frau erhält den Titelalte Frau" (Binie tuav), die zweite Frau wird junge Frau (Binie mudah) genannt. Hierzu kommen dann später noch einige Gundiks, und, wenn der Mann Vermögen hat, ein Trupp Tänzerinnen.

Diese Frauenzimmer leben miteinander in vollkommener Eintracht, halten eine gewisse Rangordnung unter sich, und erziehen die Kinder ge­meinschaftlich. Bei den Vornehmen erben nur die Kinder von den recht­mäßigen Frauen die Geburtstitel des VaterS.

Geschlechtsnamcn sind nicht im Gebrauche, und im reiferen Alter wer­den die Kindernamen mit anderen Namen vertauscht.

Die übereinstimmende Zergliederung der Namen von Bräutigam und Frau (das Jvdohr) bildet bei den Heirathen der Vornehmen einen Haupt­artikel. Man beachtet dabei Klang und Länge der Silben, und läßt diese durch die Priester auslegen, um darnach zu beurtheilen, ob die Heirath Glück oder Unglück bringen werde.

Die Frauen sind gutartig, aber geistlos und ungebildet. Die meisten Ausnahmen hievon machen die Tänzerinnen, von denen viele, wenn sie alt werden, sich der Heilkunst widmen, und dann Dukums genannt werden.

Bewohner Australiens. Bewohner von Java. 405

Auf der Rhcde von Batavia sieht man oft 2» bis 3 o Kaimanns auf Beute lauern, die oben auf dem Wasser liegen, und zwischen welchen die Javaer in ihren ausgehöhlten Baumstämmen sorglos hindurchrudern.

Die schöneren, größeren Gebirgsbewohner sind sanfter, treuer, ehrlicher und gutmüthiger, als die Küstenbewohuer. Man kann auf ihre Anhäng­lichkeit zählen, und ihnen Alles anvertrauen, wenn man sie gerecht behan­delt, und in einer gewissen Entfernung hält. Am meisten hat man sich bei ihnen davor zu hüten, daß man sie nicht in Ausübung ihrer Religionspflich­ten hindert, und ihnen Anlaß zur Eifersucht gibt. Geschieht dies, so ge­rathen sie in schreckliche Wuth, und ihre Rache kennt keine Gränzen. Wer so beleidigt worden, macht dann Aufruhr (Amokh), betäubt seine Sinne mit Opium, bedeckt sein Gesicht mit den langen schwarzen Haaren (was Matta glaz oder dunkle Augen genannt wird), ergreift einen schlangen- förmigen Dolch (Kris), und ermordet Jeden, der ihm begegnet, bis er, einem tollen Hunde gleich, erschlagen wird.

Leichtsinnig von Natur, sind sie zum Guten und Bösen gleich geneigt, ohne um die Folgen bekümmert zu sein.

Die Bewohner Java's heirathen gewöhnlich sehr jung, so daß Mann