reut) des Ramadhans trinken sie den ganzen Tag kein Wasser, und kauen nicht einmal Betel, was ihnen sonst das Liebste ist; nur während der Nacht kochen und braten, essen und trinken sie.
Die Vornehmeren essen gerne Schinken, da es im Gesetze verboten ist, Schweinefleisch zu essen, und trinken süßen Wein, den sie für Zuckerwasser ausgeben. Den rothen Wein nennen sie Arznei (Obat). Den Branntwein genießen sie als ein gutes Mittel gegen Fieber und Leibschmerzen.
Bauart.
Die Häuser (Pondoks) der Javaer sind sehr einfach, und aus Bambusrohr. Zu einem mittelgroßen Hanse, welches 4 bis 6 Abtheilungen hat, werden ?oo bis soo Bambusstücke gebraucht, von denen das einzelne 20 bis
406 Bewohner Australiens. Bewohner von Java.
Die Heilkünstlerinnen haben oft mancherlei Kenntnisse, und besitzen angeerbte Geheimnisse. Je nachdem die Krankheit ist, bereiten sie Getränke aus Kräutern, Rinden oder Holz. Auf den Unterleib des Kranken machen sie entweder ein Kreuz von Kalk, oder befeuchten denselben mit dem Betelsaft aus ihrem Munde. Hierzu werden Sprüche aus dem Koran oder andere Gebetsformcln hergesagt. Wenn Jemand müde von der Reise ist, oder sonst Gliederschmerzen hat, holt man sogleich das Doktormütterchen, damit sie ihm den ganzen Leib cinreibt, und die Nerven wieder ihre Spannkraft bekommen.
Religion.
Java's Bewohner sind Anhänger des Islam, von der Sekte Ali's <S. Seite 184 ). Nur in einer einsamen Berggegend des Königreiches Ban- tam findet man noch ungefähr 40 Familien, welche Anhänger Buddhas und dem Glauben ihrer Vater treu geblieben sind.
Die Geistlichen der Mahomedaner sind hier in verschiedene Klassen getheilt. Banditas oder Katibs werden die Schriftgelehrten, Santries die der Gottesgelahrtheit Beflissenen, und Panghoelvrs die Priester genannt. Während der Fastenzeit gibt das gläubige Volk den Geistlichen Zehnten, und bei Festen, Leichenbegängnissen, Religionsübungen gibt es noch Nebeneinkünftc.
Die Fasten werden von den Javaern sehr streng beobachtet, und wäh-

