Reis ist ihr vorzüglichstes Nahrungsmittel, und es isit eine erwachsene Person täglich 3 A Pfund davon. Man kocht den Reis in bloßes Wasser, und hebt ihn in einem Korbe für die Mahlzeiten des Tages auf. Dazu ißt man kleine Fische, Büffelfleisch (welches Ding ding heißt), einfache Gemüse, Blätter und Wurzeln. Stinkbohnen (Petteh) halten sie für eine köstliche Speise, obgleich dieselbe» einen so überaus widerlichen Geruch ver­breiten, daß Europäer dann oft die Wohnung des Eingeborenen verlassen müssen. Sehr gerne genießt man eine Art Kartoffeln (J a m Jam), Mais (Jagon), Pisangsrüchte und unreife Mangah, die, in Wasser gelegt, fast den Geschmack von Oliven hat. Eine Art Ragout, welche Kerrie heißt, und mit Kurkume und Pfeffer sehr stark gewürzt wird, brennt den Neu­angekommenen Europäer fast wie Feuer im Magen, und er kann sich nur nach und »ach, wenn er viel Reis dazu ißt, daran gewöhnen. Dann aber befindet er sich wohl dabei. Viele Europäer ziehen die Kost auf Java der Europa's vor, und bleiben gesunder dabei, als die, welche Fleischspeisen essen. Die Frauen Java's sind sehr große Näscherinnen, die alle Arten von Naschwerk (Kireh Kireh) auftrage», wenn sie sich besuchen. Täglich

Bewohner Australiens. Bewohner von Java. 407

10 Fuß hohem Grase gedeckt. Das Hausgeräthe wird ebenfalls aus Bam­busrohr gemacht.

Gewöhnlich sind bei den Wohnhäusern noch einige Nebengebäude, welche Lombongs heißen, und als Ställe, oder als Scheunen dienen.

Die Schlafzimmer der Vornehmen sind dunkel, und sehr warm. Der Fußboden derselben ist mit Teppichen oder Strohmatten belegt, und die Wände sind mit farbigem Zeuge behängen. Spiegel oder andere Verzie­rungen sind selten, und das Geräthe besteht gewöhnlich in einem Tische und einigen Stühlen von Bambus. In diesen Gemächern brennen fast Tag und Nacht Lampen, welche mit übelriechendem Bohnenöl gefüllt wer­den, und stark ausdünsten. Da nun noch dazu kommt, daß immer Betel darin gekaut wird, so ist der Geruch oft sehr unangenehm. Die Lampen sind gewöhnlich aus ausgehöhlten kleinen Kokosnüsse», und aus irdenen oder eisernen Becken, und werden selten gereinigt. Vermögende Leute haben eine hölzerne Bettstelle, welche Bali Bali heißt, und in welcher Stroh­matten (Tikers) und Kiffen (Bantalis) sind. Doppelte farbige Vor­hänge umgeben die Bettstellen. Gemeine Leute haben nur eine Stroh­matte, und höchstens noch ein Kopfkissen.

Nahrungsmittel,

Die Javaer sind sowohl im Esse», als im Trinken überaus mäßig.