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Einst konnten die Neuseeländer sich, in ihren Pa's eingeschlossen, oft mehre Monate gegen belagernde Feinde vertheidigen. Seit sie aber Feuer- Gewehre kennen, und gebrauchen lernten, haben diese langwierigen Fehden aufgehört.
Nahrungsmittel.
Was dem Europäer das Brod, den Bewohnern des südlichen Asiens der Reis, vielen Bewohnern Amerika's das Maniokmehl ist, das ist dem Neuseeländer die Wurzel des Farrenkrautes, welche Pflanze dem europäischen Farrenkraute sehr ähnlich ist.
Dieses Gewächs kommt fast an allen unangebauten Orten vor.
Die Sklaven bekommen selten etwas anderes, als Farrenkrautwurzeln zu essen, und alle Stände Neuseelands genießen diese Wurzeln, in den verschiedensten Zuständen, als ihre Nahrung. Man sammelt immer eine große Menge davon, welche man in Borrathshäusern aufbewahrt.
Süße Pataten, welche von den Neuseeländern Kumara genannt werden, pflanzte man vor der Ankunft der Europäer am häufigsten an.
Ungeachtet der verschiedenen Gewächse, welche durch die Europäer eingeführt worden sind, ist die süße Patate doch bisher die angenehmste Speise für die Eingeborenen geblieben, und ob sie sich unter einander bewirthen, oder Fremde einladen, bildet sie immer das Hauptgericht. Diese Pflanze gedeiht in Neuseeland so vortrefflich, als sonst nirgends anderswo.
Die Tarrvwurzeln (deren weiter oben S. 350 erwähnt ist) waren auf Neuseeland auch schon vor Ankunft der Europäer bekannt, und wurden an einigen Strichen angebaut.
Zwiebeln, Kohl, Rüben und Kartoffeln sind durch die Europäer eingeführt worden. Die Kartoffeln, welche den Namen Kapana erhalten haben, werden jetzt sehr häufig angebaut, so daß sich die Schiffe beträchtliche Bor- räthe davon für einen außerordentlich geringen Preis verschaffen können.
Früher waren (ehe die Europäer nach Neuseeland gelangten) von vier- füßigen Thieren daselbst nur Hunde und Ratten bekannt. Beide wurden gegessen, das Fleisch der Hunde aber als ein Leckerbissen betrachtet. Einst bemerkte ein Häuptling, daß die europäischen Ratten größer als die neuseeländischen seien, und sprach deßhalb den Wunsch aus, daß dieselben im Lande fortgepflanzt werden möchten, um die Nahrungsquellen zu vermehren.
Bewohner Australiens. Bewohner von Neuseeland. 429 einmal die Abtritte in der Nähe der Wohnungen, sondern verlegen dieselben

