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Kar 0 lllle (mit bellt Finger drohend). Loser Onkel!
Der Onkel. Und dann erfordert Deine Aufgabe, Dich ihm recht ungeheuerlich zu präsentiren.—
Karoline. O, ich will ihn quälen, ihn aufs Aeußcrfte bringen. —
Der Onkel. Doch gehe darin nicht zu weit und bedenke, daß das Ziel des ganzen Spaßes sein soll: ihn durch die Angst zur Besserung zu führen; durch die Aussicht auf ein freudenloses Leben bei einer solchen Tante den hohen Werth seiner fetzigen Verhältnisse ihn fühlen zu lassen. Zhn den Rücktritt in dieselbe und die Gewißheit ihres längern Fortbestandes an das Versprechen knüpfen zu lassen, sich aller jener störenden Eigenschaften zu begeben, die mich zu dem Schritte veranlaßten. Euch aus meiner Nähe zu entfernen. Willst Du das ausführen? Traust Du Dir die Kraft dafür zu?
Karoline. O gewiß, lieber Onkel! Der gute Zweck begeistert mich. Ich danke Zhnen, daß Sie mir Gelegenheit geben, den guten Vetter zu bekehren. Im Ganzen ist er so schlimm nicht und mein Herz kann ihm doch nicht gram sein!
Der Onkel. Das höre ich gern; doch ist keine Zeit zu verlieren. Gehe zur Haushälterin, die ist schon von Allem unterrichtet und wird Dir mit ihrem Kleidervorrath aushelfcn und Deine Toilette zu Stande bringen. Mache Deine Sachen gut und schnell, sonst könnte Dir die wirkliche Tante zuvor komme», die gewiß schon unterweges ist, und dann wäre unser ganzer Plan vereitelt.
Karolinc. Ich eile, lieber Onkel, um mich zu meta- morphosiren! Sie sollen Freude an meinem Schauspielertalente erleben! (Sie hüpft mit einet Kußhand ah.)

