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Die Frau. Ach, an's Ministerwerden hat unser Heinrich gar nicht gedacht, er wollte nur etwas höher hin­aus als das Handwerk.

Meister Spähn. Das Vernünftigste wäre für ihn gewesen, wenn er mein Gesell geworden wäre. Die Schreinerei nährt ihren Mann, und der zünftige Meister besteht doch, wenn er seine Sache versteht, trotz Pfuscher und Bönhasen, trotz Spekulanten und Möbclfabrikanten! Hätte er aber eine Abneigung dagegen verspürt, je nun! so giebt's ja noch vielerlei Hantierungen für 'nen vernünf­tigen Menschen, der keine Grütze im Kopfe hat und seine Arme und Hände zu rühren weiß. Ich selbst kann zwar kein anderes Handwerk leiden, als Schreiner, und wenn's auch einen goldenen Boden hätte, ich möchte kein anderes. Dem Heinrich blieb's ja aber unbenommen; da war der Nachbar Böhme, der Schuhmacher, der Pathe Koch, der Zimmcrmann, der Vetter Müller, der Hafner, sie Alle hätten meinen Sohn Heinrich willig in die Lehre genom­men und gut gehalten, wenn er nur gewollt hätte.

Die Frau. Er hatte einen guten Kopf und wollte studieren.

Meister Spähn. Dumme Streiche wollte er machen, liederlich herumfegen und dem lieben Gott die Tage weg­stehlen; das hat er denn auch redlich gethan, bis er davon lief, und dabei wird cr'S in der Fremde auch belassen

haben wenn die Noth ihn nicht curirt hat, denn das

ist meine einzige Hoffnung Noth lehrt beten.

Die Frau. Nicht so, lieber Mann, allzugroße, un­verschuldete Noth führt zur Verzweiflung, und das fürchte ich, wird wohl das Loos unsers armen Kindes gewesen

sein. Ach, daß wir selbst so arm sind! Wären wir im

Stande gewesen, ihn zu unterstützen, so hätte uns Heinrich