gewrß so viel Freude gemacht, als setzt Kummer. Nur etwas Glück im Leben, und das, was unbesonnen und thöricht erschien, wird von allen Leuten gut geheißen. Ach, daß es uns doch selbst nicht besser geht.

Meister Spähn. Weib! sei nicht undankbar! Geht's uns schlecht, so lange wir zufrieden sind und nicht höher hinauswollen, als wir dürfen? Nein, der Heiner hat's einmal nicht Anders gewollt, und was man eingebrockt hat, muß man auch auseffen. Aber, daß wir auch immer von dem Jungen sprechen müssen.

Die Frau. Es ist ja doch unser Kind.

Meister Spähn. Soll man sich von solch einem Kind um alle Freude des Lebens bringen lassen? Wir sind gesund und sind mit unserer Armuth zufrieden, soll uns denn der Junge immer nur das Gemüth mit Galle füllen? Am Ende bekommen wir noch Unfrieden mit einander, was Gott verhüten wolle! Nein, ich will mir die Ge­danken an ihn aus dem Kopf schlagen; er hat das Hand­werk seines Vaters für zu schlecht erachtet, er hat das Handwerk überhaupt verschmäht, nun so verschmähe ich ihn auch. Das hat mich nun wieder recht in üble Laune

gebracht» (Er steht auf und nimmt einige kleine Münze aus der Tasche, die er

überzählt.) Wahrhaftig, wenn's noch langt, so gehe ich noch zum Nachbar hinüber und trinke einen Schoppen, ich muß mir die Grillen vertreiben.

Die Frau. Thu' das, lieber Mann, Du gönnst Dir so selten eine Herzstärkung, und hast sie doch so nöthig.

Ni eister Spähn (zieht die Jacke aus und hängt sie über die Stuhl­lehne , nimmt den Rock rom Nagel und will ihn anziehen, in demselben Augenblicke wird geklopft).

Die Frau (hat untcrdeß eine dünne Kerze angezündet). Jsi inir

doch, als klopfte Jemand» (Es wird wieder geklopft.)

l'Jli