Karl von Redern (mi, schwacher Stimme). Mir ist schon besser!
Frau von Strestlen (welche ihm den Aermel in die Höhe schob, aus die Wunde Eharpic legt und dann verbindet). So lange NUr, bis daß
der Arzt es besser macht. Einige Uebung habe ich schon darin, auch meinen Sohn hatte ich acht Wochen verwundet im Hause.
Karl von Redern. Die Wunde ist gewiß nur unbedeutend. Die Erhitzung vom Marsche, der Eifer, mit dem ich den Unholden nachlief und endlich — ich darf es wohl sagen — Hunger und Durst führten die Ohnmacht herbei.
8 U i se (kredenzt ihm ein Glas Wein).
Karl von Redern (trinkt etwas davon). O, wie erquickt mich das! (Nach einer Pauset Wie war es aber möglich, daß zwei Damen so ganz allein in einem Schlosse, abgelegen von der Landstraße, in dieser unruhigen, kriegerischen Zeit verweilen mochten?
Frau von Strehlen. Unbesonnenes Vertrauen auf eigene Kraft.
Luise. Der Glaube, daß ein Blick aus Frauenaugen die Kriegsfuric zu zähmen im Stande sein würde.
Frau von Strehlen. Die Tradition von der Galanterie der Franzosen.
Karl von Redern. Die nirgends mehr angetroffen wird.
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anstreicht u. dgl.) Der amtc sungc Mann — daß ich ihn auch nicht vom Nachsetzen der Banditen zurückhielt!
Luise. Er scheint wieder zu sich zu kommen.
Frau von Strehlen. Gottlob! er schlägt die Augen auf!

