quartrerung. Doch auch vor dieser gefährlichen Unbequem­lichkeit gibt es einen Schutz. Ich bin als Marschkommissär in diese Gegend beordert; würden Sie mir es gestatten, mein Standquartier hier im Schlosse aufzuschlagen?

Frau von Strehlen. Mit tausend Freuden! Ueber- diep verlangt Ihre Wunde Schonung und Pflege.

Karl von Redern. Der Zufall hat es recht gün­stig gefügt.

Frau von Strehlen. Der Zufall? ich glaube niiyt an den Zufall; ich baue fest auf Gottes überall wachendes Auge. Die Gefahr war groß, aber der Retter war nah'. Wenn die Noth am größten ist, so ist Gottes Hilf' am nächsten!

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Frau von Strehlen. Und endlich die Liebe für diese heimathlichen Mauern, für dieses Stammschloß unse­res Geschlechts, das ich in so bedrängter Zeit nicht der Rohheit feindlicher Soldaten aussetzen wollte nicht ver­lassen wollte. Ach! nun sehe ich wohl, daß meine Ge­genwart nichts abzuwenden vermag.

Karl von Redern. Ich bin im Stande, Sie zu beruhigen. Der Schlachtlärm wird für jetzt auf einige Zeit verstummen. Es ist ein Waffenstillstand geschlossen worden.

Luise. Ach, nur ein Waffenstillstand!

Karl von Redern. Dem wir hoffen es der Friede bald nachfolgen wird. Das Einzige, was Ihnen jetzt Gefahr drohen könnte, sind die Nachzügler, solche Be­suche, wie Sie ihn so eben erst bei sich 'sahen und die Ihnen mehr Schaden bringen, als eine regelinäßige Ein-