Muthe; als ob meine ganze Natur sich veränderte. Ich fühle mich wie erlöst von Zwang und Pein, und doch war ich in der Stadt eben so frei und unabhängig. Ob wohl die Luft diese zauberhafte Wirkung auf mich ausübte?
Georg. Ich stimme nicht für die zu plötzlichen Veränderungen; solche seltsame, wunderbare Stimmung bedeutet nichts Gutes; sie könnte leicht in eine Verstimmung umschlagen. Trauen Sie Ihren Nerven doch ja nicht zu viell Man hat Beispiele — doch ich will Sie nicht in Angst setzen — nur warnen, zur Vorsicht auffordern will ich Sie.
Hollmann. Ich erkenne Deinen treuen Eifer gebührend an; doch machten Deine Warnungen einen andern Eindruck auf mich, als wir noch in der Stadt waren. Damals konnten sie mich in Furcht und Schrecken setzen und mich sogleich zu den heiligsten Entschlüssen treiben, die strengsten Vorschriften, die ich nur jemals von Aerzten empfing, anzuwenden. Hier ist es nicht mehr so. Ich will von den Aerzten und ihren Vorschriften nichts hören. Es ist mir, als ob ich jetzt erst das Element gefunden hätte, in welchem ich athmen und leben kann — diese Lust ist es, die mich erfrischt, belebt, erhebt; dieser Himmel ist es, der wie das sichtbare Auge Gottes über mir strahlt, das mich wie diese Kinder hier bewacht; ach, ich fühle mich so froh und leicht, als wenn ich neu geboren wäre.
Georg. Gott gebe, gnädiger Herr, daß es nur von langer Dauer sei.
Hollmann. Und wenn dieses Gefühl, dieses Wohlbefinden auch nur von kurzer Dauer wäre, ich danke dem guten Gott doch dafür. Sieh', Georg, das ist's ja eben, daß ich unbekümmerter bin, daß ich weniger darum sorge,
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Hollmann (trittauf). Es ist mir ganz wunderbar zu

