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darin kann er sich noch nicht finden. Seit gestern verän­dert.' Eine so kurze Zeit! Ob denn aber einer Umwand­lung, die so schnell von Statten gebt, auch wohl zu trauen ist? Ob nicht ein Rückfall möglich? Wenn er recht hätte! Wenn die Besserung wie Schaum zerstöbe und ich mich dann wieder so elend wiede-fände, wie vor wenigen Ta­gen, wie gestern noch, ehe ich in dieses himmlische Thal

meinen Einzug hielt! (Er geht sinnend nnf und ab und bleib« bei den Kin- dkrn stehen, die ihn stillschweigend anblicken, dann aber gleich wieder ihr Geschäft

emsig s°r,sehen.) Welch liebliches Bild! Gesundheit und innere Fröhlichkeit strahlen aus ihren Augen; ihre Wangen sind roth, ihre Glieder sind ebenmäßig und stark. Wie traurig sahen mich die Kinder an, die ich sonst in der engen Gaffe zwischen den hohen dumpfen Häusern herumlärmen hörte. Trotz der geräuschvollen, übermüthigen Lustigkeit, die oft­mals in rohe Tobsucht ausartete, waren sie doch nicht heiter, sahen sie mich doch traurig an; ihre Wangen waren nicht geröthet, ihre Glieder nicht ebenmäßig; die armen Geschöpfe, ich verwünschte sie in meinem Unmuthe, wenn sie so lärmten, und ich mußte sie doch wieder bedauern!

(Er geht näher zu den Kindern, betrachtet sie ein Weilchen mit sichtbarem Vergnügen

und spricht dann:) Ei, Ihr Itebcit Kleinen seid ja gar zu flei­ßig. Mögt Ihr denn nicht ein wenig herumspringen?

Käthe. Ja, Herr, das mögen wir schon, aber erst müssen wir mit der Arbeit fertig sein.

Hollmann. Sonst werdet Ihr wohl gezankt? Käthe. Gezankt?

Veit. Wer sollte uns denn zanken?

Hollmann. Nun, die Mutter.

Veit. Die Mutter zankt uns nicht; die hat uns ja lieb.