Käthe. Aber w,r machen Alles, was uns gesagt wird, denn es ist niemals so schwer, daß wir es nicht be­greifen sollten!

Hollmann. Welche Lehre empfange ich hier! Wie natürlich ist diese Kindererziehung und wie schön zeigen sich ihre Früchte an diesen beiden lieblichen Kleinen. Hieher ihr Pädagogen und sehet, wie einfach die Behandlung sein muß, um die menschliche Natur zur harmonischen Entfal­tung zu bringen! Die Kinder wissen über ihren Zustand sich klar zu äußern, sie antworten einem Fremden ohne Scheu, und doch ist nichts Eingelerntes in ihrem Wesen, das den sogenannten gescheidten Kindern in der Stadt anklebt.

Sechste Scene.

Georg kommt mit einem Topfe Milch, pie Vorigen.

Hollmann (eilt ihm freudig entgegen). Mein guter Georg, ich habe wieder eine Entdeckung gemacht, die mich entzückt!

(Er ergreift ihn am Arme und führt ihn zu den Kindern.)

Georg. So zerren Sie mich doch nicht so sehr! Ich

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Hollmann. Nun sa, wie die Mütter immer nach­giebig sind; aber der Vater ist wohl böse?

Käthe. Nein, auch der Vater ist gut.

Veit. Vater und Mutter sind gut.

Hollmann. Wenn Ihr aber etwas nicht recht macht? Käthe. So wird es uns gesagt und wir machen es dann besser.

Veit. Und wenn wir es noch nicht besser machen können, so zeigt man eS uns noch einmal; wir haben ja auch dazu die lieben Eltern.