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Vierte Lerne-
Per Maler Dauer aus München tritt auf- Er hat eine große Mappe unter dem Arm und einen Knotenfiock in der Hand.
Bauer. Ein himmlisches Thal! Schon auf der Höhe war es entzückend, allein hier ist es noch tausendmal an- muthigcr. Diese warme Beleuchtung überall, diese duftigen Landpartien, diese malerischen Häuser! Es ist ein herrliches Land dieses Tyrol! Und hier ist's gut sein, hier wollen wir Hütten bauen! Die Menschen sind ein Kernschlag, unberührt von der äußeren Civilisation, die alle Welt beleckt hat und sie so überaus langweilig und eintönig geinacht hat. Der Tyroler ist seiner Sitt' und Art treu geblieben, das macht ihn interessant, das macht ihn besonders dem Künstler so werth. Hier gibt's doch noch Studien! Wo aber sonst in Deutschland? Das Schwatzen der Unvernunft von Dingen, die ihr natürlich zu hoch sind, wie es überall, Dank sei es den Schreiern der sogenannten Aufklärung, eingerissen ist, drückt eben dieser Unvernunft den Stempel der nüchternsten Unbedeutenhcit und der erbärmlichsten Prosa so deutlich in das Gesicht, daß da für den Künstler keinerlei Ausbeute zu hoffen ist. Hier ist's noch anders. Die Menschen sind zwar nicht aufgeklärt, aber sie sind mehr sie selbst; rein, nichts Gemachtes, Jeder für sich und an sich ein ausgeprägter Mensch, ein Tyroler mit einem Wort, nicht ein Wesen, das in sich keinen Halt hat und nur in der Association einen kümmerlichen findet. Aber mit dem Philosophiren kommt nichts in den Magen und der Marsch war streng, ich verspüre Hunger. Wo
kehrt man denn hier im Orte ein? (Er auf und siehi die T-fel). Hotel ä la fleur ? Täuschen mich nicht meine Augen? Wahrhaftig Hotel ä la fleur! Pfui! was ist das? Haben sich die Hotels auch schon in diese Thäler gedrängt? Wer-

