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Stündchen zu Hause zubringen konnte, sorgte sie auf­merksam für die geregelte, sparsame und doch anständige Führung der Haushaltung, vor Allem aber wachte sie sorgfältig über die Erziehung Emils. Außer den Stun­den des Schulbesuches hielt sie ihn zur Wiederholung und Ausarbeitung seiner Aufgaben an, sorgte dafür, daß er dann beym Spiele sich nicht erhitze, und kam die Abendstunde, wo der Vater zurückkehrte, so bemüh­ten sich beyde durch Erzählung und Gespräche ihm Bey­spiele zur Nacheiferung auf dem Wege des Guten vor­zustellen.

Emil.

Daß der gute Knabe bey Fleiß und Gehorsam unter einer solchen sorgsamen Erziehung seiner Aeltern Wün­schen entsprach, wird wohl natürlich erscheinen, und in der That entwickelten sich bey ihm täglich deutlicher die vortrefflichsten Eigenschaften des Herzens und Geistes. Da er mit Lust und Liebe die Schule besuchte, und es bald keiner Erinnerung bedurfte, ihm zu Hause zur Nachbolung des Erlernten zu veranlassen (was er im Gegentheile ungeheißen seine erste Beschäftigung seyn ließ), so war er für sein Alter bald bedeutend vorge­schritten in den meisten Lehrgegenständen, wie die bereits erwähnte gut bestandene Prüfung bewies. Auch seine sittliche Aufführung war musterhaft; gehorsam folgte er jedem Winke seiner Aeltern; nie wagte er ihnen oder jemanden andern eine Unwahrheit zu sagen; beym Spiele mit Schulgcfährten oder andern kleinen Freunden war er verträglich und nachgiebig, in den Lehrstundcn auf­merksam und bescheiden nur eine üble Eigenschaft beherrschte ihn lange und seine Mutter versuchte es oft vergebens, sie auszurotten.