§ iiichen war die einzige Tochter eines armen Handwerkers, der in einem der größten Häuser der Residenzstadt ein schlechtes Stübchen des Hofraums bewohnte. Zwar konnten ihr Vater und Mutter nur das Nothwendigste lernen lassen, versäumten aber nicht, sie nach Kräften gut zu erziehen, indem sie ihr durch Lehre und Beispiel jene guten Eigenschaften einzupflanzen suchten, die uns, ob wir arm oder reich seyen, allein Gott und den Menschen gefällig machen können. Linchen war also gehorsam, wahrheitsliebend, fleißig und geduldig; dabey behende bey jeder ihr aufgetragenen Arbeit, gefällig gegen jedermann und reinlich in ihrem Acußern; kein Wunder, wenn sie daher im Hause beliebt war, und vorzüglich war es die Besitzerinn desselben, Frau von Stamming, die Linchen sehr wohl leiden konnte, und sie oft als Spielgefährtinn zu ihrer, nu
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Linchen und Gugenie.

