ihrem Sohne gefolgt sey, welchen sie wohl mit Sorge vermißt hatten, doch sich mit seinem vorgerückten Alter und seiner Klugheit zu trösten suchten. Herr v. Gol- ling hatte sie freundlich aufgenommen und Lieschen schlief noch, als ihre Aeltern schon an ihrem Bette saßen.

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Lieschen zu treffen. Er mußte seine Abenteuer erzähle», und erfuhr denn, daß Vater Paul wenige Augenblicke nachher, als sich alles vertheilt batte, bereits von einem der ausgesandtcn Bothen des Hrn. v. G o l l i n g ange­troffen worden, und nach kurzem Gespräche von dem Auf­finden seines Töchtcrleins unterrichtet worden sey. Er eilte zuerst heim, seiner Frau diese tröstliche Bothschaft mit­zutheilen und rief dann mittelst verabredeter Zeichen seine Leute zurück; doch war damahls Franz schon zu weit entfernt, etwas davon zu vernehmen. Bald ward die Begierde, ihr liebes Kind wieder zu sehen, in beyden Ael­tern zu groß, um sich nicht schnell zu entschließen, sie selber abzuholen, was sie denn schon nach der Morgendämme­rung ins Werk setzten, wo sie fast zur gleichen Zeit vom Hause wegführen, als Franz seine Bergreise be­gann. Wohl fiel ihnen beym Eingänge ins Schloß Neros Gegenwart auf, doch ahnten sie nicht, daß er

um ihr Erwachen abzuwarten, wo sie freudenjauchzend ihrem guten Vater und der Mutter um den Hals fiel. Der Gutsherr erfuhr inzwischen des Bruders Anwesen­heit und veranstaltete alles auf die erzählte Weise.

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Unter herzlichem Danke schieden Paul und Anna vom Ehepaare Gokling und kehrten froh und munter heim, wo Schwester Lcnchen sie um so freudiger em­pfing, als sie Franz bey ihnen erblickte. Die Magd