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Marianna erwartete hier bereits die Gesellschaft, und empfing sie aufs Herzlichste; aus Vorsicht befahl Madame Hallet ihren Zöglingen im Kahne sitzen zu bleiben, bis einer nach dem andern herausgeholfen werde. Lottchen war ihrer Gewohnheit nach gehorsam; Fanny, müde vor Hunger und Aerger, wäre ohnehin lieber den ganzen Tag sitzen geblieben, Helene aber folgte wie immer ihrem Widerspruchssinne, rief, daß sie der Hülfe von Niemand bedürfe, und sprang aus dem Kahne, noch ehe es Madame Hallet hindern konnte. Die Entfernung war jedoch noch zu groß, Helena fiel am Ufer nieder, ritzte die Wange, daß ibr das Blut über das Gesicht lief, und zerriß sowohl ihr Kleid, als auch einen Schuh, mit dem sie an einen spitzen Stein gestoßen, dergestalt, daß sie von Johannes ins Haus getragen werden mußte.
Madame H a ll e r, anfangs durch Helenens Fall erschreckt, bemerkte jedoch gleich, daß dieser keine gefährlichen Folgen habe, und bemerkte daher nur trocken, daß es gewöhnlich so zu gehen pflege, wenn man eigensinnig seinem Kopfe folge. Zum ersten Mahle vielleicht konnte Helena nicht widersprechen, denn die Sache war zu klar, und überdieß schmerzten sie Stirne, Knie und Hände nicht wenig.
Im Gastzimmer Mariannens angekommen, das zu Ehren der Gesellschaft mit Blumen geziert war, besah man vor Allem Helenens Aeußere; das Kleid konnte mit Stecknadeln nothdürftig geheftet werden, der Schuh aber war unverbesserlich, und wenn Helene nickt den ganzen Tag im Zimmer sitzen bleiben wollte, mußte sie das Anerbiethen Mariannens annehmen, einen Schuh der Magd anzuziehen. Freylich war sie Willens, in der Mcierey, im Garten und auf den Fcl-

