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TNilhelm und jFlomtttt*, over vie Früchte der Trägheit.
Die Abreise der Erzieherinn.
^samilien-Derhältniße nöthigten Fräulein Louise, Erzieherinn der beyden Kinder des Hofrathes Fräser, für einige Tage ihre Zöglinge zu verlassen. Damit sich diese aber während ihrer Abwesenheit nützlich beschäftigten , so hinterließ sie ihnen jeden eine Aufgabe auszuarbeiten und auswendig zu lernen, indem sie ihnen sagte: wie sie boffe bey ihrer Zurückkunft zu Vernehmen, daß sie nicht müßig gewesen seyen. Wilhelm undFloren- tin e versprachen das Beste, indem sie Fräulein Louise versicherten, daß sie gewiß zufrieden seyn werde.
Der erste Tag.
Kaum waren sie sich selbst überlassen, so schlug Wilhelm seiner Schwester einen Spazicrgang vor, den diese mit den Worten annahm: »Heute ist es unmöglich zu lernen, wir müssen doch unsre Freyheit genießen: wenn wir morgen früh aufstehen, ist die Verlorne Zeit gleich eingebracht,« demnach streiften sie bis zur Mittagszeit hin und her, und Nachmittag fuhren sie auf dem Teiche in ihres Vaters Garten herum. Sie legten sich mit dem festen Vorsätze nieder, recht früh aufzustehen, trugen auch dem Bedienten auf, sie zeitig zu wecken, als dieser aber am andern Morgen um 5 Uhr kam, ließen sie sich vom Schlafe so beherrschen, daß sie wieder einschlummerten, und erst um 9 Uhr das Bett verließen.
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