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sie, „wie Beide auch in allen nützlichen, ernsten Dingen so fleißig sind? Dringt Siegfried nicht die besten Zeugnisse nach Hause, und ist immer einer der Ersten in der Klaffe? und wie saust, bescheiden und sittsam ist Cäcilie, recht meines Herzens Freude. Laß ihnen doch die schöne, unschuldige Freude des Gesanges, sie wird ihnen manchen Kummer versüßen."
Und so war es. Siegfried wurde ein hochgestellter, geachteter Mann.
Wenn seine Stirn sich verdüstern, und sei» Herz murren wollte bei Ungerechtigkeit und Willkühr, dann sprachen seine Lippen Worte der Begeisterung für Vaterland und Freiheit, und die Worte wurden Lieder, die nianchcs Herz erhoben und stärkte».
Cäciliens Leben war voll frommer Sanftmuth und Demuth, und was die Zeit ihr auch brachte, Leid oder Freud', Gesang war ihr immer eine Quelle erhöhter Freude», getrösteter Leiden.
Beide Geschwister aber blieben, wie Gott sie von ihrer Geburt an vereint hatte, eng verbunden in Liebe
und Treue.
Die Vöglcin waren immerdar ihre Freunde und wenn sie sahen und hörten, wie aus den Kindern ein Paar so gute Menschen geworden, dann sprachen sie

