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Jda ging heut nicht mehr von der Mutter, und als der Vater kam, um heiter mit den Seinen noch einige Stunden zu verleben, da vergaß die Mutter Schwäche und Schmerz. Auch Jda wurde wieder fröh­lich und munter, bis die Stunde des Schlafengehens herankam und sie nach einem herzlichen Gutenachtkuß ihr Bettche» aufsuchte.

Die Blumen waren natürlich vergessen worden. Sie lagen welk und matt umhcrgesireut, und morgen erwartete sie dasselbe Loos, das heut ihre Schwcsicrn betroffen hatte.

Bevor Jda entschlief, betete sie noch ihr Abend­gebet, dachte dabei an die gute Mutter, die sie heut wieder so betrübt hatte; erinnerte sich auch ein klein Wenig daran, daß sie heut wieder keinen Kranz ge­flochten hatte und die Blümchen also wieder vergeblich verwelken mußten; dann aber wurden die Gedanken immer unklarer, die Augcnliedcr senkten sich schwerer nieder, und bald schlief die Kleine sanft ein.

Jetzt hört, was sich Wunderbares in dieser Nacht begab. Jda mochte einige Stunden geschlafen habe», da war es ihr, als wenn sie viele leise Stinime» um sich flüstern hörte. Zuerst glaubte sie, sie träume nur, bald aber wurde sie ganz munter und überzeugte sich,