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»ügsames Herz gegeben, »nd jeden Mangel und alle Verachtung der Menschen habe» wir in Liebe und Eintracht mit einander getragen. Vater ist mit den Jahren imnier stiller und trauriger geworden; vo» jeder Fahrt kommt er niedergeschlagener zurück, und kann es sich nicht aus dem Sinn schlagen, daß die Mcergeistcr ihm feind sind, obgleich ich immer denke, sie haben keine Macht über uns, wenn wir uns in Gottes Schutz begeben und auf ihn vertrauen. Dennoch aber zittre ich bei jeder Entfernung Deines Vaters, und besonders bei solchem Wetter wie heut. Na, geh' zu Bett, mein Kind, Du hast den ganzen Tag gearbeitet und bist ein wackrer Bursche; ich will aufbleiben und auf den Vater warten, daß, wenn er kommt, ich ihm gleich etwas Warmes herrichten kann."
„Nein, Mutter," antwortete Friede, „thue mir den Gefalle» und lege Dich nieder; mir ist alle Müdigkeit vergangen, Dir thut der Schlaf mehr noth, und wenn der Vater kommt, wecke ich Dich sogleich."
Die Mutter weigerte sich lange, mußte endlich aber doch den Bitten des Sohnes nachgeben, und so streckte sie sich neben die Kleinen nieder. Bald umfing ein wohlthätiger Schlaf die arme, sorgenvolle Frau.

