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Da saß den» die Kleine ruhig auf einem Bänk- chen zu den Füßen der Mutter, und spielte mit den zahlreiche» schönen Puppen, oder lauschte einer Erzählung der Mutter, oder versuchte ihre Strick- und Lese- übungen, und freute sich auf die Ankunft des guten Vaters; am allermeisten aber auf die Stunde, wo der liebe Bruder Karl aus den Klaffen kam. Sie erkannte genau seinen Schritt und jauchzte ihm froh entgegen.
Immer brachte er aber auch den, theuren Schwesterchen eine neue Freude mit, eine süße Frucht, ein feines Bildchen, ein artiges Märchen. Er war unerschöpflich i» Erfindungen. Stundenlang saß er bei ihr, sie zu unterhalten. Er lehrte ihr neue Spiele, schnitt fein und zierlich Figuren und Blumen von Papier, tuschte mit ihr Bilder und machte ihr allerlei hübsche Pappsachen.
So 'vereinten sich Alle, um das kurze, liebliche Dasein des Kindes zu schmücken, und es belohnte so viel Liebe durch die größte Gegenliebe, durch ein engelhaftes Betragen.
Man hätte fürchten sollen, daß Gertrud ein verzogenes Kind werden würde; aber dem war nicht so. Es schien, als wäre das Herz dieses Kindes so rein,

