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wünschte sie die erhabenen und dabei lieblichen Harzgc- genden zu besuchen, wo sie sich dann im herrlich gelegenen AleHsbade einige Zeit aufhalten wollte».
Karl hatte rühmlich seine Schulzeit beendet, und ehe er zur Universität abging, wollte er noch Mutter und Schwester auf dieser Reise begleite». Alles war bald zur Abreise bereitet, und Gertrud beschäftigte sich bei den Anordnungen so thätig, so fröhlich, daß sie ihre Schwäche ganz vergaß, und selbst die Mutter sich täuschte, welche diese Regsamkeit für ein hoffnungsreiches Zeichen hielt. Nur der Vater gab sich nicht leeren Einbildungen hin, und als er seine Tochter zum Abschiede an sein Herz drückte, da fühlte er, daß es das letzte Mal sei, und daß er sie nicht lebend wiedersehen werde.
Auf der Reise war die liebe Kranke stets heiter und nahm den lebhaftesten Antheil an allen heitern Eindrücken, die sich ihr darboten.
Im AleMbade mietheten sich die Reisenden ein reizend gelegenes Häuschen, und hoffte hier ein recht glückliches Stillleben zu führen. Bald aber zeigte es sich, daß Gertruds scheinbare Genesung nur eine krankhafte Aufregung des Geistes gewesen, und so wie die

