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so oft verzieh und dachten sie auch daran nicht, daß Gott, der sie strafen konnte, Nachsicht und Geduld mit ihnen hatte? Aber so sind Kinder und Brü- der und viele erwachsene Menschen, hart, lieblos und ungerecht gegen den Nächsten bei kleinen Fehl­tritten und wollen es, das man sie wegen ihrer Laster und Bergehungen nicht hart behandeln und strafen soll. Das ist eine sehr böse Gemüthsart! Vergebet, so wird euch verziehn. Besonders müs­sen Geschwister nachsichtig und versöhnlich gegen einander seyn und, wenn sie die Eltern nicht betrü­ben, sich ihre Jugendsreuden nicht verbittern wol­len, Böses mit Bösem nicht vergelten.

Weil der Vater Jakob dem Joseph vertraute, ihn für verständig hielt und es wußte, daß er das Gute und Rechte in dem Grade liebte, als ihm Böses und Unrecht zuwider war, übertrug er ihm die Aufsicht über die Heerden, die in der Nähe weideten und die Brüder, welche sie hüteten. ES fiel ihm nicht ein, daß er seinem Lieblingssohne, wenn er ihn zum Aufseher der ältern Brüder mach­te, ihren größern Haß zuziehen würde, daß sie sa­gen konnten: sollen wir denn unter dem jünger» Joseph stehn? Ist er besser und klüger, als wir?