und nichts sollte ihn davon ablocken, wenn er da­durch auch sein zeitliches Glück verlöre. Die Gründe, die Potiphar anführte, weshalb er ihm die Freiheit nicht schenkte, schienen ihm so wich­tig, daß er auf ihn, wegen der abfchläglichen Ant­wort, nicht zürnte.

Joseph war der treueste Diener seines Herrn und gehorchte ihm nicht aus Furcht, sondern aus Liebe. Er gewann das Bertrauen, die Liebe und die Achtung desselben. So war es Joseph selbst, der sein anfängliches Unglück in Glück verwandel­te. Nie wurde ihm eine Strafe gedacht, kein hartes Wort mir ihm geredet, freundlich und herablassend sprach Potiphar oft mit ihm und er­mähnte ihn, in seiner Treue, in seinem Fleiße fortzufahren. Er gab ihm das -Versprechen, wenn er ihn nach langer Prüfungszeit bewährt erfunden hätte, daß er ihn dem gemeinen Sclavendienste entziehen und ihn zum ersten Aufseher seines Hauses machen wollte.

Joseph war dieses Vertrauens und dieser Zu­neigung werth, weil er nicht blos vor den Augen ein guter Diener war, sondern es im Herzen, mit seinen Pflichten redlich meinte. Gott sieht

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