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tiefer Untertänigkeit, vor dem ich Gnade fand! O, könnt' ich seine Ruhe mit meinem Leben er­kaufen!

Jetzt erzählte er, daß ein ebraischer Jüngling, Potiphars Sclave, mit Namen Joseph, der mit ihm und dem Küchenmeister zugleich im Gefängniß war, ihre beiderseitigen Träume auslegte und daß es so kam, wie er sie deutete. Zugleich sprach er von der cdeln Gestalt, dem unvergleichlichen Sin­ne und der über allen Ausdruck erhabenen Gutmü­tigkeit des Fremdlings.

Pharao hatte keine Zeit zu fragen: wie ein Jüngling mit solcher Tugend in den Kerker ge­rathen wäre, er ertheilte sogleich Befehl, daß Joseph geholt und ihm vorgestellt würde. Im voraus glaubte er in ihm den Arzt zu finden, der seine Seele von der Schwermuth heilte.

Eilboten wurden abgesandt; Joseph zog rein­liche Kleider an; er ließ sich bescheeren und wurde, zu seinem eigenen Erstaunen, zum Pharao geführt. So verließ er daS Gefängniß und kehrte nicht wie« der in dasselbe zurück. Gott war mit ihm!

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