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junger Mensch in die Fremde ging, nach vielen Jahren wiederkehrte und nicht von seinen Eltern eher erkannt wurde, bis er sich ihnen zu erkennen gab. Er hat an körperlicher Größe, an leiblichem Umfang zugenommen, sein Blick, seine Gesichts­züge, seine Stimme, seine Sprache hat sich ver­ändert, er ist ihnen, so zu sagen, aus den Augen gewachsen. Selbst seine andere Kleidung giebt seiner Gestalt ein fremdes Ansetzn.

Joseph war dem vierzigsten Jahre nah, und im siebenzehnten sahen ihn seine Bruder zum Letz­tenmal. Wie anders gestaltet sich der Mensch in einem Zeitraume von mehrern zwanzig Jahren, besonders von der Periode an, wo er noch nicht völlig ausgewachsen war! Die Erfahrungen, die er gemacht hatte, mußten seinen Gefichtszügrn, seinem ganzen Aeusscrn einen Ausdruck geben, der ihnen völlig unbekannt war. Der Ton seiner. Rede, die ägyptische Art zu sprechen, verbarg ih­nen den Bruder völlig. Gekleidet war er wie ein reicher, vornehmer Mann. Wie hätten fie's auch in der Ferne nur ahnen können, daß der Bruder, den sie wie einen armen Sclaven, der das Mitleid Anderer in Anspruch nehmen mußte, von sich ge-