widerrechtlich und ohne menschliches Gefühl han­deln konnte, das Böse wiederholt. Möglich ist es, daß er nicht seine ganze Familie, sondern nur den geliebten Benjamin um sich zu haben wünschte und dies Mittel gebrauchte, daß er zu seinem Be- ^ sitz gelangte.

Der Angst und Furcht einer dreitägigen Ge­fangenschaft übergab er sie, damit ihnen die Empfindungen bekannt würden, die sein Herz fühlte, als er einst, zwischen Leben und Tod, in der Gefangenschaft und in der Grube schmachtete, in die ihn ihre Unbrüderlichkeit versenkt hatte. Wäre es denn unrecht, wenn ein Kind das ande­re, ein Mensch dem andern Schmerzen und Lei­den verursacht hat, daß eS zur Strafe dieselben Leiden und Schmerzen duldet? Kann man einen Richter ungerecht nennen, wenn er den Schuldigen straft? Mancher Bösewicht wird schlimmer, wenn er der Züchtigung entgeht, zu der ihn sein eige­nes Herz verdammt. Den Schein der Rache hat Joseph gegen seine Brüder wider sich, wollen wir ihm aber nicht eine gute Absicht zutrauen? War der Haß in seiner Seele noch rege, hätte sein ver­söhnliches Gemüth seine Abneigmig gegen sie nicht

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