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haben wir's nicht gelernt. Doch es sey! wie ge­wiß wir aber unserer Unschuld sind, das magst du aus dieser Versicherung abnehmen: der, bei welchem der Becher gefunden wird, werde zum Tode verurtheilt, wir Andern aber wollen Vater, Weib und Kinder, Eigenthum und Kanaan nicht wieder sehen und Knechte Leines Herrn seyn.

Wohlan, es sey! doch will ich das Urtheil, was ihr über euch selbst gefällt habt, mildern und verlange nur den zum Knechte, in dessen Sacke der Becher gefunden wird, ihr Addern, mögt ihr Mitschuldige seyn oder nicht, könnt ohne Aufent­halt eucrn Weg verfolgen.

Eilig warf ein Jeder seinen Sack vom Last- Ihicr auf die Erde, band ihn unerschrocken, nur mit gekränktem Ehrgefühl und durch falschen Ver­dacht im Innersten beleidigt, hastig auf und über­ließ dem Hofmeister das Suchen. Aber, welch

ein Todesschreck! der Becher fand sich in Ben­jamins Sack. Sie starrten den Bruder an, sie waren ungewiß, was sie denken sollten. Gab er Veranlassung, daß sie alle unglücklich wurden? war er schuldig? unmöglich! wie mit dem Gelde in den Säcken; so hatte man ihnen auch mit dem