2hr habt wohl schon einmal von dem bekannten Wun­derarzt Paracelsus gehört, der mit seinen geheimnißvoll bereiteten Tränken und Arcanen viele Euren verrichtete, und Tausende von Kranken heilte? Eine Zeit lang lebte er in Basel als Professor, und ward so hoch verehrt, um seiner wunderbaren Wissenschaft willen, daß sogar der Erz­bischof Emst ihn nach Salzburg berief, wo er bis zu sei­nem Tode verweilte. Durch einen Sturz vom Pferde zog er sich'das Ende seiner Tage herbei, und der weit berühmte Wunderdoctor wußte kein Mittel, seinem Leben nur eine Spanne zuzusetzen.

Als er fühlte, daß seine Stunden gezählt waren, wünschte er die Geheimnisse seiner Klinst einem seiner Schüler hinterlassen zu können, damit sie nicht verloren gehe, und es erschien ihm Keiner so geschickt dazu, als sein Famulus. Paracelsus wollte sich aber doch zuvor noch überzeugen, ob derselbe auch ein reines Herz und einen

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